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Wieder erfolgreich im Bundeswettbewerb: Die Altmark ist Bioenergie-Region!

Die Biogasanlage in Nettgau im Altmarkkreis Salzwedel

Die innovative Biomassenutzung gehört zu den Spitzenthemen der Regionalentwicklung in der Altmark. Neben dem bereits angelaufenen Projekt RUBIRES (Rural Biological Resources) innerhalb der EU-Gemeinschaftsinitiative Interreg IV B Mitteleuropa bildet der Erfolg mit „Bioenergie-Regionen" einen weiteren Baustein, um das Leitprojekt „Innovative Biomassenutzung im Rahmen eines regionalen Energie- und Stoffstrommanagements" des ILEK Altmark umzusetzen.

War die Region schon im Bundeswettbewerb „Regionen Aktiv - Land gestaltet Zukunft" erfolgreich, konnte der Regionalverein Altmark e.V. erneut bei einem Wettbewerb des BMELV - als einzige Region aus Sachsen-Anhalt - mit einem innovativen Konzept überzeugen. Die anderen 24 Bioenergie-Regionen, welche das BMELV in den nächsten drei Jahren unterstützen wird, sind über das gesamte Bundesgebiet verteilt.

Die langfristigen Ziele im Bereich Bioenergie für die Altmark sind ausgerichtet auf die Generierung regionaler Wertschöpfung, die Schaffung von Arbeitsplätzen, die Sicherung von Ressourcenverfügbarkeit sowie den Schutz und die nachhaltige Entwicklung der Kultur- und Naturlandschaften. Bis zum Jahr 2020 soll die Bioenergie zur Deckung des regionalen Wärmebedarfs einen Beitrag in Höhe von 30 Prozent erbringen. Damit ist ein überdurchschnittlicher Beitrag der Altmark zur Erreichung der Klimaschutzziele der Bundesregierung und zum Ausbau der Erneuerbaren Energien insgesamt verbunden. Als strategischer Ansatz sollen Wertschöpfungspartnerschaften zur nachhaltigen Nutzung vorhandener sowie neu zu schaffender Biomassepotenziale aufgebaut und optimiert werden. Gestärkt werden sollen die Wertschöpfungsketten mit den Endprodukten „Wärme", „Biogas" und „Biokraftstoffe". Durch gezielte Steuerung und regionale Kooperationen soll es gelingen, die Grundlage für Investitionen zu schaffen. Zugleich werden bestehende Bioenergieanlagen bei der Ermittlung von Optimierungsmöglichkeiten zur Steigerung der Wirtschaftlichkeit und zur Erhöhung der Effizienz insbesondere durch Ermittlung von Wärmesenken unterstützt. Insgesamt spielt der Wissens- und Know-how-Aufbau eine wesentliche Rolle. Zudem zielen die Aktivitäten auf eine Erhöhung der Akzeptanz für Bioenergie und Erneuerbare Energien in der breiten Bevölkerung ab. Eine Analyse der „weichen Wirkungen" erfolgt durch eine umweltpsychologische Begleitforschung. Die Herangehensweise zur Projektumsetzung basiert auf der Betrachtung des Gesamtsystems unter Nutzung der vorhandenen Informationen sowie der Identifikation und Erhebung notwendiger Daten und der Darstellung von Zusammenhängen.

Das Bioenergie-Netzwerk wird auf den vorhandenen Strukturen des Regionalvereins Altmark e.V. basieren und regionale Initiativen im Bereich Bioenergie und Erneuerbare Energien weiter zusammenführen.

 

Weitere Informationen zu den bundesweiten Bioenergie-Regionen unter www.bioenergie-regionen.de.