Bioenergie-Region Altmark wird Energetische Modellregion des Landes Sachsen-Anhalt

Die Altmark ist eine von vier Energetischen Modellregionen des Landes Sachsen-Anhalt. Dieses wurde am 10.Juli 2014 anlässlich einer Auszeichnungsveranstaltung in der Landeshauptstadt Magdeburg offiziell durch den Minister für Landwirtschaft und Umwelt Dr. Hermann Onko Aeikens bekannt gegeben. Neben der „Zukunftsregion Altmark“ tragen diese Bezeichnung künftig die „Energieavantgarde Anhalt“ mit den Landkreisen Wittenberg, Anhalt-Bitterfeld und der Stadt Dessau-Roßlau, die „Energieallianz Mansfeld-Südharz“ und der Landkreis Harz. Bestandteil jeder Modellregion sind energetische Kernkommunen. Für die Altmark sind das die Einheitsgemeinde Stadt Arendsee und die Verbandsgemeinde Seehausen (Altm.)

Symbolisch wurden den Energetischen Modellregionen und Kernkommunen „Ehrentafeln“ in Form von Ortsschildern übergeben, die an den Rathäusern und Gebäuden der Kreisverwaltungen von weitem sichtbar machen: "Wir tun etwas in Sachen Energie und Klimaschutz“. Der Titel bedeutet einerseits eine Würdigung bisheriger Aktivitäten. Andererseits ist damit der Anspruch verbunden, auch künftig aktiver zu sein als andere und eine Vorreiterrolle bei der Umsetzung der Energiewende zu übernehmen.

Große Bedeutung für die Altmark hat hierbei die Nutzung von Bioenergie. Die Erfahrungen und Aktivitäten auf diesem Gebiet sind ein wichtiger Grund dafür, dass die Bioenergie-Region Altmark jetzt Energetische Modellregion im Land Sachsen-Anhalt ist. Ein weiterer wesentlicher Grund ist auch, dass in Form der Regionalen Energieagentur Altmark ein verwaltungsnahes Instrument für die Moderation und Begleitung der Energiewende in der Region durch die altmärkischen Landkreise geschaffen wurde. Das Projektbüro Bioenergie-Region Altmark ist bereits in diese integriert und hat sich dadurch verstetigt.

Um der Vorreiterrolle ein wenig „Anschub“ zu verleihen, werden für die Modellregionen und Kernkommunen Fördermittel durch das Land bereitgestellt, die in den nächsten Monaten zur Vorbereitung richtungsweisender Projekte genutzt werden können. In der Altmark sind das die Erstellung einer Energie- und Klimaschutzstrategie für die Planungsregion Altmark sowie die Erarbeitung von Wärmeversorgungskonzepten in den Kommunen Seehausen (Altm.) und Arendsee. Auch hier wird sicherlich die Bioenergie wieder eine wichtige Rolle spielen.

An dieser Stelle soll nicht versäumt werden, der Landesenergieagentur Sachsen-Anhalt GmbH – LENA Dank für die Unterstützung und Begleitung auf dem Weg zur Energetischen Modellregion zu sagen. Viele unangenehme Erfahrungen mit Steinen, die auf diesem Weg lagen, sind uns gewiss erspart geblieben.