Integrierte Ländliche Entwicklung (ILE) in der Altmark

Die Integrierte Ländliche Entwicklung (ILE) beruht auf der Partnerschaft zwischen Politik und Verwaltung, den Bürgerinnen und Bürgern, der Wirtschaft und Wissenschaft und nutzt maßgeblich die vorhandenen Potenziale einer Region und das Know-how ihrer Bevölkerung. Partnerschaftlich erarbeiten alle relevanten Akteure für ihre Region eine Strategie, die durch die Verknüpfung der wirtschaftlichen, sozialen, ökologischen und kulturellen Potentiale die gemeinsamen Ziele für die zukünftige Entwicklung formuliert.

Die Integrierte Ländliche Entwicklung versteht sich dabei als "bottom-up"-Prozess; d.h., dass die Aktivitäten zur Entwicklung des ländlichen Raumes nicht von einer übergeordneten Ebene initiiert und geleitet, sondern seitens regionaler Akteure "von unten nach oben" auf den Weg gebracht werden. Der Vorteil eines solchen Prozesses besteht in der vergleichsweise breiten Einbeziehung von Akteuren aus unterschiedlichen Strukturen und Ebenen, um Ziele und Handlungsschwerpunkte für eine integrierte Regionalentwicklung im ländlichen Raum zu vereinbaren. Zudem führt die Methode zu einer breiteren Akzeptanz für regionale Planungen durch umfangreiche Mitwirkungsmöglichkeiten.  

Um die Altmark strategisch für die EU-Strukturfondsperiode, die bis zum Jahr 2020 läuft, aufzustellen, war die Fortschreibung des Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzeptes (ILEK) Altmark von den altmärkischen Kreistagen beschlossen worden: Altmarkkreis Salzwedel, 28. September 2015; Landkreis Sten-dal, 5. November 2015. In einem transparenten Beteiligungsprozess hatten die regionalen Akteure die Möglichkeit, ihre Ideen und Vorschläge in dieses informelle Planungskonzept der Regionalentwicklung, das eng verknüpft ist mit der Regionalmarketing-Strategie, einzubringen. Das ILEK Altmark 2020 bildet damit den Bezugsrahmen für die weitere erfolgreiche Regionalentwicklung in der Altmark.

Download: ILEK Altmark 2020 (pdf-Datei ca. 14,3 MB)

Im Rahmen der Fördermaßnahmen der ländlichen Entwicklung (Dorfentwicklung, touristische Infrastruktur) besteht die Möglichkeit einer erhöhten Förderung. So wird ein Zuschlag von 10 v. H. auf den Regelfördersatz gewährt, wenn das Vorhaben ein Integriertes ländliches Entwicklungskonzept (ILEK) umsetzt. 

Weitere Informationen und Antragsunterlagen unter: http://www.invekos.sachsen-anhalt.de/Profilinet_ST_P/public/Hilfe/Info/infoinvestiv.htm