Altmark will Wind- und Sonnenstrom speichern

Die Energiewende benötigt Stromspeicher. Je höher der Anteil der fluktuierenden Stromeinspeisung aus Windkraft- und Photovoltaikanlagen wird, desto wichtiger wird dieses Thema.

Unternehmer, Mitarbeiter der Kommunen sowie kommunaler Einrichtungen und Wissenschaftler tauschten sich in Pretzier zum Thema "Stromspeicher Altmark" aus (Bild: SCM Energy)

Auch die an Windkraftanlagen reiche Altmark steht vor dieser Herausforderung. Um auf diese Anforderungen der Zukunft vorbereitet zu sein, hat die Regionale Planungsgemeinschaft Altmark im Rahmen des europäischen Förderprogramms LEADER für die "Aktionsgruppe Mittlere Altmark" das Projekt "Regionale Stromspeicher" auf den Weg gebracht. Bearbeitet wird es im Austausch mit der österreichischen "LEADER-Aktionsgruppe Thermenland-Wechselland". Der transnationale Austausch soll die jeweiligen regionalen Arbeiten bereichern.

Kommunen und Unternehmen, außerdem die Energieagenturen des Landes (LENA) und der altmärkischen Kreise trafen sich in der vergangenen Woche zum Arbeitsgespräch in den Räumen des Solarenergie-Unternehmens SCM Energy in Pretzier, um gemeinsam Wege einer wirtschaftlichen Nutzung der Stromspeicherung in der Region zu diskutieren. Unterstützt werden die regionalen Akteure durch Wissenschaftler des Instituts für Energie aus Leipzig. Wirtschaftliche Speicherkonzepte, Qualifikationsprogramme und Öffentlichkeitsarbeit stehen auf dem Programm des Instituts, alles im Dienst der Energiewende und der regionalen Wirtschaftsförderung.

Noch gelten Stromspeicher als teuer, doch die Kosten sinken. So verwundert es nicht, dass die Projektpartner zwei bereits konkrete Speicherprojekte der Region näher untersuchen werden: Die Bündelung kleiner Stromspeicher für Photovoltaikanlagen zu sogenannten "Schwarmspeichern" und die Speicherung überschüssigen Stroms eines regionalen Windparks. Beide Konzepte dienen der Netzstabilisierung. Außerdem verringern regionale Stromspeicher den Bedarf an Stromtrassen. Gegen deren Errichtung nimmt der Bürgerwiderstand in Deutschland zu.