Stromspeicher in der Altmark

Das Thema Stromspeicher gewinnt vor dem Hintergrund des steigenden Anteils der fluktuierenden Energieträger Wind und Sonne eine immer größere Bedeutung. Wenn mehr Energie erzeugt als gebraucht wird, muss die überschüssige Energie für die Zeit, in der kein Wind weht und die Sonne nicht scheint, gespeichert werden.

Vertreter der lokalen Arbeitsgruppen „Thermenland-Wechsellland (AT) und „Mittlere Altmark“ (DE) sowie regionale Akteure tauschten sich in Salzwedel zum Thema Stromspeicher aus (Foto: Dipl.-Ing. Anne Scheuermann; Leipziger Institut für Energie GmbH)

Auch die Altmark steht vor dieser Herausforderung, die jedoch zugleich auch Chance für die regionale Wertschöpfung, insbesondere in ländlichen Regionen, ist. Daher hat die Regionale Planungsgemeinschaft Altmark im Rahmen des europäischen Förderprogramms LEADER das transnationale Kooperationsprojekt "Regionale Stromspeicher" auf den Weg gebracht. Neben der Aktionsgruppe „Mittlere Altmark“ ist an dem Projekt auch die lokale Aktionsgruppe „Thermenland-Wechselland“ in Österreich beteiligt.

Die Vertreter beider Leader-Regionen trafen sich vom am vom 12.11. bis 13.11.2018  zu einem zweitägigen Erfahrungsaustausch. Das Treffen fand sowohl bei der Regionalen Planungsgemeinschaft Altmark als auch bei der Avacon Netz in Salzwedel statt. Gemeinsam mit Fachleuten aus der Region wurde diskutiert, welche Speichermöglichkeiten sinnvoll sind und welche wirtschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen gegeben sein müssen.
Darüber hinaus besichtigten die Teilnehmer das Mieterstromprojekt in der Ernst-Thälmann-Straße, dass die Avacon Natur gemeinsam mit der Wohnungsbaugenossenschaft „Stadt Salzwedel“ eG realisiert hat. Man war sich einig, dass eine erfolgreiche Umsetzung von Speicherprojekten nur mit Information und Teilhabe der Bevölkerung möglich ist.

Bis zum nächsten Treffen im Frühjahr 2019 sollen zwei bereits konkrete Speicherprojekte in der Altmark, die Bündelung kleiner Stromspeicher für Photovoltaikanlagen zu sogenannten "Schwarmspeichern" und die Speicherung überschüssigen Stroms eines regionalen Windparks, näher untersucht werden.

Beratend zur Seite steht dabei das Leipziger Institut für Energie, das Erfahrungen mit wirtschaftlichen Speicherkonzepte hat und die Studie für die Altmark erstellen wird.