Solarstromspeicher in der Altmark

Mit dem Voranschreiten des Anteils der fluktuierenden Energieträger Wind und Sonne gewinnt das Thema Stromspeicher eine immer größere Bedeutung. Wird mehr Energie erzeugt als gebraucht, muss die Überschüssige Energie für die Zeit, in der kein Wind weht und die Sonne nicht scheint, gespeichert werden. Auch die Altmark steht vor dieser Aufgabe, die zugleich Chance ist, die regionale Wertschöpfung in den ländlichen Räumen zu unterstützen.

Daher führt die Regionale Planungsgemeinschaft Altmark im Rahmen des europäischen Förderprogramms LEADER das transnationale Kooperationsprojekt "Regionale Stromspeicher" durch.

Neben der Aktionsgruppe „Mittlere Altmark" ist an dem Projekt auch die lokale Aktionsgruppe „Thermenland-Wechselland" in Österreich beteiligt. Beratend zur Seite steht das Leipziger Institut für Energie, das Erfahrungen mit wirtschaftlichen Speicherkonzepte hat und die Studie für die Altmark erstellt.

Im Rahmen des Projektes trafen sich kürzlich in der Stadtverwaltung der Hansestadt Osterburg Vertreter von regionalen Unternehmen der Solarbranche, Energieversorger, Kommunen und Bürgerenergieprojekten zu einem Erfahrungsaustausch rund um das Thema Solarstromspeicher.

Im Mittelpunkt der Diskussion standen die bisherige Entwicklung des PV-Speicherzubaus und erforderliche Rahmenbedingungen für eine zunehmende Nutzung von Speichertechnologien im Eigenheimbereich, auch für Bestandsanlagen. Werden zudem Systemlösungen mit einer Kombination von PV-Anlage, Stromspeicher und Wärmepumpen genutzt, kann der Eigenverbrauch noch einmal signifikant erhöht werden. Man war sich einig, dass eine erfolgreiche Umsetzung von Stromspeichern nur mit ausreichender Information der Bevölkerung möglich ist. Von den regionalen Solarfirmen wurde daher der Wunsch nach mehr Öffentlichkeitsarbeit bspw. durch regionale Veranstaltungen oder Informationsbroschüren geäußert. Darüber hinaus sollte der vorhandene Qualifizierungsbedarf für Fachkräfte der Solarbranche wieder verstärkt durch regionale Angebote gefördert werden.

Ein zweiter regionaler Erfahrungsaustausch zur Speicherung von Strom aus Windenergie, bei dem Themen wie Langzeitspeicher und Einfluss auf das Stromnetz diskutiert werden sollen, ist im Sommer 2019 geplant. Zum Projektabschluss werden die Ergebnisse aus der Altmark mit den Erfahrungen der Projektpartner in Österreich ausgetauscht.