Verbandsgemeinde Beetzendorf –Diesdorf im Bundeswettbewerb „Daseinsvorsorge 2030“ erfolgreich
Mit der kommunalen Neugliederung im Zuge der Gemeindegebietsreform stehen auch die Einheits- und Verbandsgemeinden in der Altmark vor neuen Herausforderungen, um die Grundfunktionen in der öffentlichen Daseinsvorsorge nachhaltig zu gewährleisten. Angesichts des demografischen Wandels müssen hier verstärkt neue Wege gegangen, um Strategien und Instrumente zur Steuerung von regionalen Transformations- und Schrumpfungsprozessen zu erarbeiten.
Vor diesem Hintergrund hat sich aus dem Altmarkkreis Salzwedel die Verbandsgemeinde Beetzendorf – Diesdorf erfolgreich am Modellvorhaben des Bundesministeriums des Inneren/ Der Beauftragte der Bundesregierung für die Neuen Bundesländer „Daseinsvorsorge 2030 – innovativ und modern – eine Antwort auf den demografischen Wandel“ beteiligt. Dazu wurde das Projekt „Systemwechsel in der Finanzierung der Kindertagesstätten der Verbandsgemeinde Beetzendorf-Diesdorf“ konzipiert, das als einziges aus Sachsen-Anhalt ausgewählt wurde. Nun werden bis Juni 2011 detailliert Vorstellungen über Zukunft der Kinderbetreuung in der ländlichen Region zu entwickeln sein.
Am 18. Oktober 2010 hatte die Bürgermeisterin der Verbandsgemeinde, Christiane Lüdemann, in Berlin Gelegenheit, in einer Auftaktveranstaltung des Bundesministeriums des Inneren dieses Vorhaben vorzustellen. Dabei verwies sie darauf, dass es Ziel des Projektes ist, die strukturellen Veränderungen innerhalb von zwei Jahren durch einen Systemwechsel in der Finanzierung und Umsetzung pädagogischer Konzepte der Kinderbetreuung auf den Weg zu bringen und gleichzeitig die Qualität der Angebote in der Kinderbetreuung zu erhöhen. Der Systemwechsel ist, wie es die Bürgermeisterin formulierte, auch notwendig, um der frühkindlichen Bildung einen sehr viel höheren Stellenwert als bisher einräumen zu können. Die frühkindliche Förderung liegt dabei im vitalen Interesse von Arbeitgebern – ebenso wie eine verlässliche und an die jeweilige Situation der Eltern angepasste Betreuungszeit, die über die bestehenden Öffnungszeiten hinausgehen kann und zum Teil auch muss. Zudem geht es um die Einbindung ehrenamtlich Tätiger, die zu einer Erweiterung der Erfahrungswelten der Kinder führen kann. Das wird die Zusammenarbeit zwischen den Kindertagesstätten, den Kindern und Eltern auf der einen Seite und dem Ehrenamt, d.h. den Vereinen und aktiven Einzelpersonen auf der anderen Seite, stärken und fördern.



