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27.10.2011

Vereinsvorstand neu gewählt

Der neu gewählte Vereinsvorstand besteht aus zehn Mitgliedern: Rosemarie Lehmann (v.l.n.r.), Birgit Schäfer, Dr. Peter Neuhäuser, Ulrich Böther, Michael Ziche, Tobias Platte, Eike Krug, Annegret Jacobs und Carola Stallbaum. (Foto: Björn Gäde)

 

Der 1. Vereinsvorsitzende, Landrat Jörg Hellmuth, zog im Rahmen der Mitgliederversammlung am 25. Oktober 2011 im „Winterfelder Hof“ ein positives Resümee der letzten Jahre aktiver Vereinsarbeit. So hat sich der Regionalverein auch vier Jahre nach Beendigung des Bundesmodellvorhabens „Regionen Aktiv – Land gestaltet Zukunft“ als wichtige Initiative in der Region etabliert und konnte seine Arbeit verstetigen. Mit der Umsetzung des Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzeptes (ILEK) Altmark und des Projektes „Bioenergie Region“ wurden in den vergangenen Jahren investive und konzeptionelle Einzelprojekte unterstützt. Als regionales Entscheidungsgremium hat der Verein auch über zahlreiche Vorhaben entschieden, die im Rahmen des Regionalbudgets aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ gefördert werden konnten.

Herr Hellmuth bedankte sich für das dem Vorstand entgegengebrachte Vertrauen und erklärte, dass alle Vorstandsmitglieder weiterhin Verantwortung übernehmen möchten. Im Rahmen der Mitgliederversammlung wurde sich dann darauf verständigt, dass angesichts der anstehenden Aufgaben im Bereich Regionalmarketing und der Beteiligung an überregionalen Wettbewerben eine Erhöhung der Zahl der Vorstandsmitglieder angebracht sei. Um die Arbeitsfähigkeit zu gewährleisten wurde vorgeschlagen, dass die Zahl der Beisitzer auf fünf erhöht wird. Der Vorstand wird sich zukünftig aus insgesamt zehn Mitgliedern zusammensetzen. In der anschließenden Wahl wurde der bestehende Vorstand mit Jörg Hellmuth (1. Vors.), Ulrich Böther (2. Vors.), Michael Ziche (3. Vors.), Annegret Jacobs (Schriftführerin), Eike Krug (Kassierer) sowie den Beisitzern Dr. Peter Neuhäuser, Birgit Schäfer, Rosemarie Lehmann und Carola Stallbaum bestätigt. Als fünfter Beisitzer wird künftig Tobias Platte, Geschäftsführer der plattform Werbeagentur GmbH in Salzwedel, den Vorstand verstärken.

 

26.10.2011

„LandZukunft Altmark - Deine Idee für unsere Heimat.“

Eine Kinderdemo überraschte die Mitglieder des Regionalvereins auf ihrer Sitzung in Winterfeld. Damit verbunden ist der Wunsch auf Unterstützung der altmärkischen Landräte Jörg Hellmuth und Michael Ziche (beide Mitte) für innovative Ideen im Rahmen des Bundeswettbewerbes "LandZukunft". (Foto: Björn Gäde)

 

Im Rahmen der 30. Mitgliederversammlung des Regionalvereins Altmark e.V. am 25. Oktober 2011 in Winterfeld fiel der Startschuss für die Beteiligungsphase des Modellvorhabens „LandZukunft“ Altmark. Bis zum 15.11.2011 sind alle Bürgerinenn und Bürger der Altmark aufgerufen, Visionen, Ziele und Projekte zur Entwicklung der Region einzureichen, die aus den Bundesmitteln finanziert werden könnten. Die Wirtschaftsjunioren Altmark unterstützten den Projektauftakt durch eine aufmerksamkeitsstarke Aktion. „Seht her, wir sind die Zukunft dieser Region und wir nehmen sie in unsere Hand!“, demonstrieren die jungen Unternehmer und Führungskräfte mit ihren Familien im Zuge der Mitgliederversammlung des Regionalvereins Altmark e.V. in Winterfeld. Kylian-Taysen Pennigstorff, 15 Monate und Pepe Paul Platte (2 Jahre) übergaben Landrat Jörg Hellmuth, 1. Vorsitzender des Regionalvereins, ein Petitionspapier der Wirtschaftsjunioren Altmark. 

Der durch das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) initiierte und finanzierte Wettbewerb „LandZukunft“ soll periphere ländliche Regionen dabei unterstützen, die regionale Wirtschaft zu fördern, Arbeitsplätze zu schaffen und die Herausforderungen des demografischen Wandels zu bewältigen. Bis zum 15. November haben Bürger mit Unternehmergeist und Innovationsbereitschaft Gelegenheit, ihre Ideen bei der Geschäftsstelle des Regionalvereins in der Ackerstraße 13 in 29410 Salzwedel oder per E-Mail an landzukunft@altmark.eu einzureichen.

Wer seine Ideen im Vorfeld zur Diskussion stellen oder gemeinsam mit anderen weiterentwickeln möchte, kann dies auch in dem sozialen Netzwerk Facebook tun (www.facebook.com/landzukunftaltmark). Damit soll vor allem auch die Jugend einbezogen werden, die bislang kaum Möglichkeiten hatte, sich mit ihren Ideen in die Regionalentwicklung einzubringen. Insofern werden im Rahmen des Modellvorhabens in der Altmark ganz neue Wege in partizipativen Beteiligungsprozessen beschritten.

Diese Ideen fließen in die Erarbeitung des Wettbewerbsbeitrages des Regionalvereins Altmark ein. Bis Ende Februar 2012 sind ein Leitbild der Region, konkrete Ziele und Projekte zu entwickeln und in Form eines dreiseitigen Vertrags zwischen Regionalverein, Land Sachsen-Anhalt und Bund einzureichen. Auf dieser Grundlage entscheidet eine unabhängige Jury darüber, welche 4 der 17 Modellregionen bei der Umsetzung vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz bis Ende 2014 gefördert werden. Dann besteht auch die Chance, die jetzt entwickelten Ideen mit finanzieller Unterstützung umzusetzen.

„Dieser Wettbewerb stellt eine echte Chance für unsere Region dar“, stellt Landrat Michael Ziche, 3. Vorsitzender des Regionalvereins Altmark klar, „Kluge Köpfe sollten die Möglichkeit nutzen, die weitere Entwicklung der Altmark mit ihren Ideen möglicherweise maßgeblich mitzuprägen.“

Weitere Informationen zum Modellvorhaben „LandZukunft“ sind unter www.altmark.eu/landzukunftaltmark und www.land-zukunft.de zu finden.

 

20.09.2011

Modellvorhaben "LandZukunft" gestartet

Bundesministerin Ilse Aigner begrüßt Landrat und Vereinsvorsitzenden Jörg Hellmuth bei der Auftaktverantstltung von "LandZukunft" in Berlin (Foto: BMELV)

Ilse Aigner, Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, gab am 1. September 2011 in Berlin den Startschuss für das Modellvorhaben „LandZukunft“. Das Ziel des Modellvorhabens besteht darin, periphere ländliche Regionen mit wirtschaftlichen Problemen und Bevölkerungsrückgang dabei zu unterstützen, die regionale Wirtschaft zu fördern, Arbeitsplätze zu schaffen und den demografischen Wandel zu bewältigen. Im Rahmen eines beschränkten Auswahlprozesses wurden deutschlandweit insgesamt 17 Regionen, darunter der Landkreis Stendal, anhand von statistischen Kennziffern für die Teilnahme am nun startenden Wettbewerb identifiziert. Diese Regionen sollen bis Ende Februar 2012 Visionen, Ziele und Projekte für die dann folgende Umsetzungsphase entwickeln. In der eigentlichen Förderphase vom 1. April 2012 bis zum 31. Dezember 2014 können dann bis zu vier Regionen ein Regionalbudget erhalten, aus dem sie Projekte zur Erreichung ihrer Entwicklungsziele finanzieren können. Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz stellt dafür, vorbehaltlich der Bewilligung des Haushalts 2012 durch das Parlament, insgesamt neun Millionen Euro für alle vier Regionen zur Verfügung. Über die Verwendung der Mittel des Regionalbudgets entscheidet ausschließlich eine regionale Partnerschaft auf der Grundlage der vereinbarten Ziele. Die finanzielle Abwicklung des Budgets erfolgt über einen durch die Region zu bestimmenden Partner vor Ort.

Mit „LandZukunft“ knüpft das BMELV an Erkenntnisse des Bundesmodellvorhabens „Regionen Aktiv – Land gestaltet Zukunft“ an, mit dem auch die Altmark von 2002 bis 2007 positive Erfahrungen machen und nachhaltige Projekte unterstützen konnte. Die Kompetenzen des Regionalvereins Altmark e.V., der sich im Rahmen von „Regionen Aktiv“ gründete und über den ILE-Prozess verstetigt hat, sollen auch für diesen neuen Bundeswettbewerb genutzt werden. Der Vorstand des Vereins hat sich auf seiner Sitzung am 06. September 2011 dahingehend verständigt, wieder als regionale Partnerschaft für die gesamte Region zur Verfügung zu stehen und als versierter Antragsteller für die sechsmonatige Start- und Qualifizierungsphase zu fungieren.

www.land-zukunft.de

09.09.2011

ILE-Projekte mit Gesamtinvestitionen in Höhe von 1,8 Mio. Euro bewilligt

Der Vorstand des Regionalvereins Altmark e.V. unter Leitung von Landrat Jörg Hellmuth traf sich am 06. September 2011 in Stendal zu einer Vorstandssitzung. Sibylle Paetow und Björn Gäde vom ILE-Management berichteten den Vorstandsmitgliedern über den Bewilligungsstand der ILE-Projekte für das laufende Jahr. Sieben Projekte der Prioritätenliste für 2011 wurden durch das Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten (ALFF) Altmark bewilligt. Diese umfassen bei einer Projektförderung von 672.000 Euro eine Gesamtinvestitionssumme von 1,8 Mio. Euro. Zu den geförderten Projekten gehören u.a. Maßnahmen zur Attraktivitätssteigerung des Altmarkrundkurses, wie der Bau eines multifunktionalen, ländlichen Weges in der Verbandsgemeinde Beetzendorf-Diesdorf oder die Sanierung der Dorfkirche in Calberwisch.

Ein großer regionaler Erfolg war es, wie ILE-Managerin Sibylle Paetow erklärte, dass Staatssekretärin Anne-Marie Keding am 03.08.2011 im Tangerhütter Ortsteil Lüderitz einen Fördermittelbescheid zum Bau eines Nahwärmenetzes überreichen konnte. Rund 107.000 Euro fließen aus Mitteln der Richtlinie zur Förderung der regionalen ländlichen Entwicklung in Sachsen-Anhalt (RELE) für dieses Pilotprojekt, Bestandteil des ILEK-Leitprojektes „Innovative Biomassenutzung“. In Sachsen-Anhalt ist das Vorhaben der Bioenergie Lüderitz GmbH & Co. KG das erste, das über den neuen Förderbereich dieser Richtlinie finanziell unterstützt wird. Der Regionalverein hat dieses Projekt im Rahmen des ILEK bereits im letzten Jahr befürwortet und es auf Platz 1 der Prioritätenliste für das Jahr 2011 gesetzt. Das Projekt ist die investive Umsetzung und sinnvolle Weiterführung der erarbeiteten Machbarkeitsstudie „Biogasanlage Lüderitz mit Nahwärmeversorgung kommunaler Gebäude“, die durch den Verein bereits im Rahmen des Bundesmodellvorhabens „Regionen Aktiv – Land gestaltet Zukunft“ im Jahr 2006 auf den Weg gebracht worden ist. Nach fünf Jahren Projektarbeit kann damit die Investition in Höhe von 2,5 Mio. Euro am Standort nun realisiert werden. Vor allem diese Investition verdeutlicht sowohl den Erfolg des ILE-Prozesse in der Altmark als auch die nachhaltigen Effekte von "Regionen Aktiv".

Projektideen für 2012, die sich den Leitprojekten des ILEK Altmark (z.B. Biomassenutzung, Altmarkrundkurs, Grünes Band) zuordnen lassen, können in Form einer Projektskizze (Download unter www.altmark.eu) bis zum 14. Oktober 2011 beim Regionalverein Altmark e.V. eingereicht werden. Das ILE-Management steht für Anfragen gern zur Verfügung (Tel.: 03931-410454).

Eine Machbarkeitsstudie, finanziert durch das Bundesmodellvorhaben „Regionen Aktiv“, legte den Grundstein für die nun realisierte Investition in Höhe von 2,5 Mio. Euro am Standort der Biogasanlage Lüderitz. (Foto: Björn Gäde)

05.08.2011

Fördermittelbescheid für ILE-Pilotprojekt in Lüderitz

Die innovative Biomassenutzung gehört seit dem Bundesmodellvorhaben „Regionen Aktiv –Land gestaltet Zukunft“ zu den Spitzenthemen der Regionalentwicklung in der Altmark. Die Ziele im Bereich Bioenergie sind insbesondere auf die Generierung regionaler Wertschöpfung und die Schaffung von Arbeitsplätzen ausgerichtet. Die Unterstützung von Investitionen für konkrete Einzelvorhaben, wie am Standort der Biogasanlage in Lüderitz, ist deshalb von entscheidender Bedeutung, um diese Ziele zu erreichen. So war es ein großer regionaler Erfolg, dass Anne-Marie Keding, Staatssekretärin im Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt, am 03.08.2011 im Tangerhütter Ortsteil Lüderitz einen Fördermittelbescheid zum Bau eines Nahwärmenetzes überreichen konnte. Rund 107.000 Euro fließen aus Mitteln der Richtlinie zur Förderung der regionalen ländlichen Entwicklung in Sachsen-Anhalt (RELE) für dieses Pilotprojekt aus dem ILEK-Leitprojekt „Innovative Biomassenutzung“. In Sachsen-Anhalt ist das Vorhaben der Bioenergie Lüderitz GmbH & Co. KG, das erste, das über den neuen Förderbereich dieser Richtlinie finanziell unterstützt wird.

Von der Biogasanlage am Ortsrand des Doppeldorfes Lüderitz/Groß Schwarzlosen sollen ab dem Winter die Grundschule, das Dorfgemeinschaftshaus und mehrere kommunale Wohnblöcke mit Wärme versorgt werden. Das heißt, die Kommune kann die Wärmeversorgung der Gebäude unabhängig von fossilen Energieträgern sichern; ein Beitrag für eine umweltschonende, zuverlässige sowie bezahlbare Energieversorgung und damit auch zur Sicherung der Daseinsvorsorge im ländlichen Raum.

Der Regionalverein Altmark e.V. hat das Vorhaben der Bioenergie Lüderitz GmbH & Co. KG im Rahmen des ILEK bereits im letzten Jahr befürwortet und es auf Platz 1 der Prioritätenliste für das Jahr 2011 gesetzt. Das Projekt ist die investive Umsetzung und sinnvolle Weiterführung der im Rahmen des Bundesmodellvorhabens „Regionen Aktiv – Land gestaltet Zukunft“ erarbeiteten Machbarkeitsstudie „Biogasanlage Lüderitz mit Nahwärmeversorgung kommunaler Gebäude“, die durch den Verein bereits 2006 auf den Weg gebracht worden ist. Das Projekt trägt im besonderen Maße dazu bei, die regionale Wertschöpfungskette Biogas im Bereich der energetischen Biomassenutzung zu stärken, in dem eine nachhaltige Wärmenutzung an der Biogasanlage in Lüderitz realisiert werden kann.

Staatssekretärin Anne-Marie Keding übergibt den Fördermittelbescheid im Beisein von regionalen Unterstützern an Stefan Hahne. (Foto: Björn Gäde)

14.04.2011

Abnahme Gehweg Molmker Straße in Diesdorf

Bauabnahme an der Molmker Staße in Diesdorf (Foto: Björn Gäde)

Der Flecken Diesdorf ist ein touristischer Schwerpunktort im Altmarkkreis Salzwedel. Hier befindet sich das älteste Freilichtmuseum Deutschlands, das in diesem Jahr sein hundertjähriges Bestehen feiert. Die Klosterkirche ist Teil der Straße der Romanik und der Altmarkrundkurs bindet Diesdorf an das Radwegenetz Deutschlands an. Zentrum des Fleckens ist der Ort Diesdorf mit Marktplatz und Wohnhäusern aus dem 18. bis 20. Jahrhundert in Fachwerk- und Backsteinbauweise. Entlang der Molmker Straße verläuft der Radfernweg Altmarkrundkurs von Klötze kommend in Richtung Hansestadt Salzwedel. Durch den Altmarkrundkurs werden in diesem Bereich das Freilichtmuseum Diesdorf sowie das örtliche Erlebnisbad touristisch erschlossen.

Der Gehweg in der Molmker Straße war allerdings in einem sehr schlechten Zustand, da die Wegebefestigung aus Schotter und alten Betonplatten bestand. Das nun fertiggestellte ILE-Projekt umfasste die Sanierung eines Abschnittes des Gehweges auf einer Länge von 167 Metern. Die Sanierung des Gehweges als Streckenabschnitt des Altmarkrundkurses zur multifunktionalen und bedarfsgerechten Nutzung durch Touristen, hier vor allem Radtouristen, sowie den schulpflichtigen Kindern der ortsansässigen Grundschule und durch die ländliche Bevölkerung war unbedingt notwendig. Im Vordergrund der Maßnahme stand die Sicherheit für die Fußgänger und Radfahrer, die an dieser Stelle gemeinsam den Gehweg nutzen. Damit unterstützt das ILE-Projekt in Diesdorf  die gemeinsamen Anstrengungen in der Region zur weiteren Attraktivitätssteigerung im Bereich des Altmarkrundkurses. Das Vorhaben trägt in besonderem Maße dazu bei, die Qualität des Altmarkrundkurses und die Verkehrssicherheit auf dem Streckenabschnitt von Klötze nach Salzwedel wesentlich zu verbessern bzw. zu erhöhen.

04.04.2011

Vorstand des Regionalvereins tagte im Landratsamt in Stendal

Der Vorstand des Regionalverein Altmark e.V. kam am 31. März erstmals im Jahr 2011 zu einer Sitzung zusammen. Gastgeber war diesmal Landrat und 1. Vereinsvorsitzender Jörg Hellmuth, der die Vorstandsmitglieder in den Räumlichkeiten der Kreisverwaltung in der Hansestadt Stendal begrüßen konnte. Diskutiert wurde u.a. die Tatsache, dass nach zwei Jahren erfolgreicher Umsetzung von Projekten aus dem Regionalbudget der Kreis der potenziellen Antragsteller vom Ministerium für Wirtschaft und Arbeit eingeschränkt worden ist. Künftig können nur noch die beiden Landkreise und die Regionale Planungsgemeinschaft Altmark Zuwendungsempfänger aus dieser Fördermaßnahme innerhalb der Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ sein. Die altmärkischen Kommunen, die bislang intensiv Projekte zur Stärkung regionseigener Kräfte und zur Verbesserung der regionalen Kooperation angeschoben haben, können zukünftig dagegen nur noch in Ausnahmefällen eine Förderung beantragen.

Beschlossen wurden indes drei neue Vorhaben zur Umsetzung zertifizierter Leitprojekte des ILEK Altmark. Antragsteller waren hier eine Kirchengemeinde, eine Kommune und ein Landwirtschaftsunternehmen. Zuvor hatten bereits die zuständigen Fachausschüsse des Vereins grünes Licht für die Projekte gegeben, für deren Umsetzung jetzt Fördermittel u.a. aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds zur Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER) über das Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten (ALFF) Altmark beantragt werden. Nur durch den Regionalverein beschlossene ILE-Projekte haben die Chance, eine um fünf Prozent höhere Förderung aus Mitteln für den ländlichen Raum zu erhalten.

Der Vorstand hat ebenfalls über Details der nächsten Mitgliederversammlung beraten. Diese soll am 4. Mai 2011 in Calberwisch stattfinden. Vorgestellt werden sollen hier die Aktivitäten zur Attraktivitätssteigerung am Altmarkrundkurs sowie die Zwischenergebnisse einer Studie der Abteilung Umweltpsychologie der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg zur Akzeptanz der Bioenergie in der Region.

Die Dorfkirche in Calberwisch liegt unmittelbar am Altmarkrundkurs. Notwendige Sanierungsmaßnahmen zum Erhalt der historischen Bausubstanz an diesem Radwanderweg wurden auf der Vorstandssitzung des Regionalvereins als ILE-Projekt bestätigt. (Foto: Björn Gäde)

Grünes Band als Entwicklungsschwerpunkt der Altmark anerkannt

Pünktlich zum 20. Jahrestag der deutschen Einheit hat das Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt das Thema „Grünes Band“ als regionalen Entwicklungsschwerpunkt der Altmark anerkannt. Diese positive Nachricht hat der Regionalverein Altmark e.V. als Träger des ILEK vor kurzem erhalten. Mit der Zertifizierung des ILEK-Leitprojektes werden die Bestrebungen der regionalen Akteure unterstützt, das Grüne Band im Bereich der Altmark sowohl unter naturschutzfachlichen als auch unter touristischen Aspekten nachhaltig zu gestalten und zu entwickeln. Zudem wurden die bisherigen Aktivitäten im Rahmen des E+E-Vorhabens im Bereich der Modellregion Elbe-Altmark-Wendland gewürdigt, da hier in den vergangenen drei Jahren bereits erfolgreiche Projekte realisiert werden konnten, die als Ausgangspunkt für weitere Aktivitäten entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze dienen können.  

Das nun zertifizierte Leitprojekt bildet den konzeptionellen Rahmen für die Förderung von Einzelvorhaben. Das Ziel ist dabei wie folgt umschrieben: Langfristiger Erhalt und nachhaltige Entwicklung des Grünen Bandes als gemeinsames Naturerbe und Erinnerungslandschaft deutscher Zeitgeschichte verbunden mit der Inwertsetzung der Potenziale für den (Natur)-Tourismus. Die Handlungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Landnutzung und Naturschutz, Tourismus und Kooperationen. Projektideen, die sich hier einordnen lassen, können in Form einer Projektskizze beim Regionalverein Altmark e.V. eingereicht werden. Das ILE-Management steht für Anfragen gern zur Verfügung.